Golden Age

Golden Age

Die geheime Welt der Superreichen: ob tägliche Happy Hour oder verrückte Halloween Party, alles ist möglich in dieser Altersresidenz.

Golden Age öffnet exklusiv die Türen des «Palace» in Florida und lässt uns teilhaben am Alltag derjenigen, die keine Sorgen mehr haben müssen. Sie sind guter Dinge, finanziell unabhängig und leisten sich zum Schluss nochmals alles, was das Herz begehrt. Doch auch der endlose Luxus verdeckt nicht, dass hier aus Gebrechlichkeiten ein Business gemacht wird. Der Film begleitet die Damen und Herren in ihrem pompösen Lebensabend und das Personal in seiner Arbeitswelt mit einer wunderbaren Zärtlichkeit, ohne je die Absurditäten ins Lächerliche zu ziehen – von Anfang bis Ende durchgehend unterhaltend

Madame

Madame

Madame – das ist Caroline, die Grossmutter von Stéphane Riethauser. Eine alte Dame, die ab den ersten Aufnahmen ahnen lässt, dass sich hinter ihrer koketten Frisur und den bourgeoisen Manieren eine seltene Charakterstärke verbirgt. Im Mittelpunkt des Films steht ihre Beziehung: Ein doppeltes Selbstporträt, in dem die Matriarchin und ihr Filme machender, schwuler Enkel sich einander anvertrauen. Das üppige Familienarchiv stellt nicht nur das Material einer (faszinierenden) Familiensaga, sondern bildet vor allem das Mittel für eine neue Form des Dialogs zwischen dem Filmemacher und sich selbst, mit seiner Grossmutter und mit der bürgerlichen Gesellschaft, in der er aufgewachsen ist. Aus diesen Bildern und Konfrontationen schöpft der Film seine subversive Kraft, indem er die Geschlechterklischees, die jeden in einer Rolle gefangen halten, mit einer notwendigen Aufrichtigkeit dekonstruiert.

Céline Guénot, Visions du Réel