Love Me Tender

Love Me Tender

Im blauen Ganzkörperanzug erstaunt und bezaubert die Anti-Heldin Seconda nicht nur, sondern irritiert auch. Die 32-jährige Tänzerin leidet an Agoraphobie und fürchtet sich vor offenen Räumen. Als ihre Mutter stirbt und ihr Vater auszieht, ist Seconda plötzlich auf sich alleine gestellt und gezwungen, ihre Ängste zu konfrontieren. Sie findet ihren Weg und überrascht mit quirligen Einfällen und lustvollem Spiel.

Humorvoll zeichnet die Regisseurin Klaudia Reynicke das Portrait einer jungen Frau, die scheinbar unüberwindbare Hürden auf originelle Weise überwindet.

« Die ironische und brillante Erforschung einer verirrten Seele » Corriere del Ticino

« Eine originelle und wilde Hymne an das Leben » laRegione

« Eine realistische und zugleich metaphorische Erzählung » La Sicilia

« Ein unfassbar einzigartiger Film » Cinema Axis

« Schmerzhaft schön » The Matinee

« Eine eigenartige und charmante Reise in die Isolation » Cinevue

Madame

Madame

Madame – das ist Caroline. Die alte Dame, macht sofort klar, dass sich hinter der koketten Frisur und den bourgeoisen Manieren mehr als nur ein starker Charakter verbirgt. 

Im Mittelpunkt des Films steht die Beziehung zu ihrem Enkel Stéphane Riethauser, dem Filmemacher. Madame ist ein doppeltes Selbstporträt, in dem sich die Matriarchin und ihr homosexueller Enkel sich einander anvertrauen. 
Mit Aufrichtigkeit und Humor dekonstruiert der Film tiefgründig und mit subversiver Kraft Geschlechterklischees und zeichnet mit bezaubernden Archivbildern eine Familiensaga aus der bürgerlichen Gesellschaft nach.

Mon Tissu Préféré

Mon Tissu Préféré

Die Damaskus Bourgeoise vor dem Krieg, Frühjahr 2011: die 25-jährige Nahla ist hin- und hergerissen zwischen ihrem brennenden Wunsch nach Freiheit und der Hoffnung, Syrien und die tägliche Kriegsbedrohung zurück zu lassen.

Eine arrangierte Ehe mit Samir könnte sie in die sichere USA führen. Aber Nahla sucht die wahre Liebe, und sucht Zuflucht bei einer geheimnisvollen Nachbarin. Auf den Spuren von „Belle de Jour“ und „Tausendundeiner Nacht“ zeigt der Film offen und kühn und mit feinfühlig komponierten Bildern voller Fantasie die Umbrüche der Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit im Nahen Osten.

Insulaner

Insulaner

Manchmal ist die Schweiz eben doch eine Insel: mitten im chilenischen Archipel liegt die kleine Robinson Crusoe Insel, mit Internetverbindung, Fernsehen und sogar ein paar wenigen Fahrzeugen für die 600 Insulaner. Alle sind sie Nachkommen eines Berner Aristokraten. Der Grossteil der Bevölkerung lebt vom Langustenfang und vom Tourismus. Die Insulaner lieben ihre unwirtliche und von Stürmen umtoste Insel, sind stolz auf ihre helvetische Abstammung und halten seit Generationen an der Schweizer Kultur fest, die Alfred von Rodt 1877 als erster helvetischer Kolonialherr mitbrachte. Als Sündenbock des Berner Adels brach er mit seiner Familie, eroberte als Söldner ferne Welten und gründet sein eigenes kleines Königreich – die Robinson Crusoe Insel.

INSULANER ist eine sanfte Hymne der Eroberung mit Pedro Lenz’ Erzählstimme, die schmunzelnd auf uns Schweizer blickt – von ganz weit her. 

Spuren und Geschichten – Eine Reise durch die Schweiz

Spuren und Geschichten – Eine Reise durch die Schweiz

In Spuren und Geschichten – Un voyage entre cinéma et histoire schickt uns Francis Reusser, Schweizer Fotograf und sagenumwobener Regisseur der 70er und 80er Jahre, auf einen Trip in die Vergangenheit. Das filmische Tagebuch folgt ihm bis ins Jahr 1947, verwoben mit der hiesigen Fernseh- und Kinogeschichte, vom schwarz-weiss Bild bis ins digitale Geflimmer. Mit Nostalgie, guter Laune und feinem Humor präsentiert uns Reusser seine Erinnerungen und Reflektionen, in denen er nicht nur sein kinematografisches Gedächtnis aufbaut, sondern auch eine Bestandsaufnahme der Gesellschaft prismatisch topografiert. Ein feines Lied des Widerstands.

L’Ospite

L’Ospite

Guido und Chiaras eintöniges Leben verändert sich schlagartig durch ein kaputtes Kondom. Der 38-jährige Guido strandet auf den Sofas seiner Freunde. Er versucht sein Strudeln in eine Chance für einen Neuanfang zu verwandeln.

Guido führt eigentlich ein zufriedenes und unkompliziertes Leben mit seiner Freundin Chiara bis eines Tages ein kaputtes Kondom dazwischen kommt. Als Guido dadurch mit der Idee eine Familiengründung liebäugelt, muss Chiara jetzt ihre wachsenden Zweifel an der Beziehung zugeben. Sie streiten sich, bis Guido seine Taschen packt und geht. Da er es aber nicht schafft, allein zu sein, bittet er Eltern und Freunde um Unterschlupf. Während er von Couch zu Couch pendelt, gewinnt er eine ganz neue Perspektive auf die alltäglichen Beziehungen und romantischen Verstrickungen von Familie und Freunde. Guido, bald 40, ist weit von dem Punkt entfernt, an dem er sich in diesem Lebensabschnitt immer sah. Gestrandet am Ende einer Liebe findet er doch noch einen Weg, die Dinge auf die leichte Schulter zu nehmen und sich mit einem Lächeln darauf zu freuen, was da kommt.

CERN und der Sinn für Schönheit

CERN und der Sinn für Schönheit

Prächtige Höhlenmalereien und subatomare Teilchenforschung: das gibt’s nur in der grossen unterirdischen Schleife am Genfer CERN.

CERN und der Sinn für Schönheit enthüllt die Geheimnisse des unterirdischen Labors am CERN und zeigt, wie Schönheit und Harmonie sowohl für Wissenschaftler als auch für Künstler Leitbilder sind. Die riesigen Maschinen des CERNs fangen Bilder mit einer ebenso mysteriösen Energie ein, wie die Werke von Künstlern wie Olafur Eliasson, Michael Hoch, Carla Canetti und vielen anderen. Die Bilder erzählen von Spiritualität der Menschen und der Beziehung zur Natur. Eine Beziehung, die in Angst gelebt wurde, in gemeinsamer Erfahrung, in zerstörerischer Kraft, und die heute überdeutlich zeigt, dass der Mensch die Erwärmung der Erde – seinem einzigen Lebensraum – nicht stoppen kann. Wissenschaftlerinnen des CERN sehen sich konfrontiert mit den grossen Fragen der Philosophen und Mystiker – über das Universum, unsere Herkunft, unser Schicksal. Einige glauben an Gott, einige glauben nur an die Gesetze der Physik und an mathematische Formeln. Aber alle erkennen, dass sie die schwer fassbare Natur von Materie und Kosmos nur mit ihrem sechsten Sinn verstehen können: dem Sinn für Schönheit.

Transformance

Transformance

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sind wir gezwungen, uns ernsthaft mit der Zukunft der Erde auseinanderzusetzen, und zwar im globalen Kontext. Wir brauchen neue Energiekonzepte: Energieproduktion, -verteilung und -verbrauch müssen grundlegend neu definiert und organisiert werden. Bei allen Herausforderungen liegen auch einmalige Chancen in diesem Transformationsprozess. Wie packen wir die Zukunft an? Welche Konzepte sind vielversprechend? Wo stehen wir?

Risk

Risk

Wie viel von deinem eigenen Leben würdest du riskieren?

Das Phänomen Wikileaks aus nächster Nähe

Laura Poitras (Oscar-Gewinnerin für CITIZENFOUR) ist wieder da mit ihrem bis jetzt persönlichsten und intimsten Film. Über sechs Jahre gefilmt, ist RISK eine fesselnde und komplexe Charakterstudie, die auf die hochaktuelle Politik der mehr oder weniger wahren Berichten der Medien und die umstrittenen Konsequenzen trifft. Julian Assange, für eine Dekade in die Ecke getrieben, lässt sich nicht abschrecken, nicht einmal von der legalen Gefahr, die seine Organisation gefährden könnte. Während Poitras diese Story mit beispiellosem Zugang einfängt, findet sie sich gefangen zwischen Motiven und Widersprüchen von Assange und seinen inneren Kreisen.

Als sie sich schliesslich von ihren Protagonisten abwenden muss, wird ihr von ihnen gedroht.

Ein Film, der ungewohnt konsequent seinen Weg geht, auch wenn das am Schluss sehr unbequem wird.

In einer neuen Weltordnung, in der ein einziger Tastenanschlag die Geschichte ändern kann, ist RISK ein Porträt über Macht, Verrat, Wahrheit und Opfer.

Almost There

Almost There

In dieser wunderbar cinematografisch-poetischen Auseinandersetzung über Würde, Vergänglichkeit und Zeit, machen sich im Herbst ihres Lebens drei Männer nochmals auf die Suche nach dem Glück. Bob tauscht sein sicheres Zuhause gegen ein Wohnmobil und forscht in der unwirtlichen Wüste Kaliforniens nach dem Kerl in sich. Dragqueen und Standup-Comedian Steve hat genug vom garstigen England und versöhnt sich in den Betonburgen Benidorms mit seiner Vergangenheit. Und Yamada gewinnt durch das Vorlesen von Kinderbüchern in Tokyo sein Lächeln zurück.

„Almost There ist ein emphatisches Filmessay von universeller Stahlkraft. Narrativ, dramaturgisch wie montagemässig überzeugend wirkt es wie eine Perlenkette mit unsentimentalen, emotionalen Momentaufnahmen über das Allzumenschliche im Menschlichen.“ Journal 21